Flatland
Flatland
Die Hochzeitsnacht endet für Natalie in einem Albtraum. Erst bauen die Frauen der Familie Druck auf, dann heißt Nein im Ehebett plötzlich nicht mehr Nein. Natalie versteckt sich in einer Scheune, ein Schuss fällt und sie flieht. Erst zu Pferd, dann zusammen mit ihrer schwangeren Freundin Poppie per Auto durchs Land. Bald ist ihnen die Polizistin Beauty Cuba auf den Fersen. Sie will eigentlich einen Mordfall aufklären und wird außerdem durch einen Anruf in die Vergangenheit zurückgeworfen.
Clever und temporeich montiert Regisseurin
Jenna Bass die Geschichten dreier Frauen zu einem ungewöhnlichen Roadmovie. In satten Bildern führt sie durch das sonnendurchtränkte
Hinterland eines gespaltenen Landes. Irgendwo zwischen Polizeithriller, Emanzipationsgeschichte und Gesellschaftsdrama beerdigt
sie dabei ein weiteres Mal den Mythos von der südafrikanischen „Rainbow Nation“. Hautfarbe, Geschlecht und sozialer Status
spielen hier nach wie vor eine große Rolle. Während sich in nebenbei laufenden Soap-Operas private Melodramen abspielen, entfaltet
sich eine ganz reale Geschichte um weibliche Selbstermächtigung und Solidarität.