Film Therapy FILM CLUB - Eltern: SORRY, BABY

Sorry, Baby
Eva Victor, US/ES/FR, 2024
103 min., OmdU

Termine

24.03.2026 | 19:00
Kleiner Saal

Therapeut:innen-Gespräch mit Nadine Lenzinger

In dieser Session werden die Themen Missbrauch, traumatische Erfahrungen, Coping-Strategien und unterstützende Beziehungen besprochen.
Der Film bietet einen Anlass, darüber zu sprechen, wie Menschen mit belastenden Erfahrungen umgehen und welche Rolle Freundschaft, Alltag und zwischenmenschliche Beziehungen im Umgang mit Trauma spielen.

Schonungslos, lustig, todtraurig und dennoch wie eine sanfte Umarmung. Mit feinem Humor, stiller Wut und großer Zärtlichkeit erzählt Eva Victor in ihrem gefeierten Regiedebüt von Heilung, Freundschaft und dem langen Weg zurück ins Leben.

Nach einem traumatischen Erlebnis steht das Leben der jungen Literaturprofessorin Agnes (Eva Victor) still. Zwischen Alltag, Vorlesungssaal und einsamen Abenden mit ihrer Katze sucht sie nach Halt und findet ihn in der unerschütterlichen Freundschaft zu Lydie (Naomi Ackie). Regisseurin Eva Victor entfaltet eine kluge, tief berührende Erzählung über die Mühen des Heilens, über Rückschritte und kleine Schritte nach vorn, über Momente des Schmerzes und des leisen Trosts. Mit subtilem Witz, scharfem Blick und bemerkenswerter Leichtigkeit gelingt dem Film das Kunststück, ein schweres Thema zugänglich und menschlich zu erzählen.

Der Film Therapy FILM CLUB ist ein Angebot für die junge Generation, aber auch für deren Lehrer:innen und (in getrennten Screenings) Eltern, sich in einer Auseinandersetzung mit europäischen Filmen spezifischen Themen und Problemen, die gerade junge Menschen besonders beschäftigen und herausfordern, anzunähern und konstruktiv mit Expert:innen zu besprechen.
 
Nadine Lenzinger engagiert sich seit über 10 Jahren in unterschiedlichen Formen der Jugendarbeit. Durch ihre Arbeit in Jugendorganisationen, als Sozialpädagogin und als Jugendberaterin gewann sie einen tiefen und differenzierten Einblick in Themen, die junge Menschen beschäftigen und bewegen. Sie hat Bildungswissenschaften studiert und ist stets darum bemüht, unterschiedliche Perspektiven und Lebensrealitäten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu verstehen und sichtbar zu machen.